viernes, 6 de mayo de 2011

Ein Leben vor dem Tod?

Es war mein letzter Sommer in Paraguay.
Es war sehr heiß und ich kam vom Arzt mit dem Bus.
An der Kirche musste ich aussteigen.
Ich kann nicht sagen, was passierte.
Mir kam es vor, als ob mich jemand abschaltet.
Ohne Strom , Radio tot.
Meine Gedanken wurden langsam.
Alles um mich herum wurde langsam, immer langsamer.
Meine Gedanken schienen sich in Zeitlupe zu bewegen.
Alle meine Sinne.
Langsamer, immer langsamer, ja fast stillstehend, aufhörend..
Und das Licht wurde weiß, auch immer weißer werdend..
Ein unbekanntes weißes Weiß.
Ich wusste, ich musste aussteigen, doch es war nicht mehr wichtig.
Ich versuchte, die Kirche zu sehen. Den Turm.
Doch ich sah nur noch das weiße Licht.
Das weiseste Weiß meines Lebens.
Und ich verstand nicht, dass ich bei diesem hellen, weißen Licht nichts wahrnehmen konnte.
Dann tauchte langsam der Kirchturm auf, wie aus einem Schleier, das Licht wurde weniger intensiv.
Ich erhob mich, stieg aus dem Bus und ging langsam die 500 Meter bis zu meinem Haus.

Der Blutdruck, die Sonne. Ich weiß es nicht.
Doch wenn das wie Sterben ist, dann war es schön.
Wenn jemand ähnliches erlebt hat, bitte schreibe mir.

Angst hat man nur vor dem Unbekannten und auch die Familie geht besser mit der Situation um, wenn die Familie diese Situation besser kennt.

miércoles, 14 de abril de 2010

Erlebnisse vor dem Tod

Wer oder was ist die Kirche?
Ich wurde geboren in einem Staedtchen in der Naehe der Wartburg, dort, wo Martin Luther die katholische Kirche mit seiner Revolte zur Richtungsaenderung zwang.
Er war Lutheraner, der Graf von Thüringen war - wurde Lutheraner und somit die Untergebenen auch.
Ein fast ausschliesslich rein Protestantisches Gebiet.
Wen wundert es also, dass auch ich protestantisch getauft wurde?
Man fragte mich nicht, ich haette auch nicht antworten koennen, ich war ja nur zwei Monate alt.
In der Schule lernte ich dann Katholiken kennen, in unserer Klasse gab es 3 von insgesamt 34 Kindern.
Bis zu meinem 13. Lebensjahr dachte ich nicht viel darueber nach, was fuer Unterschiede im Glauben und zwischen den einzelnen Religionen bestehen. Was ja auch nicht verwunderlich ist, meine Eltern wussten es ja auch nicht,
Und der Pfarrer hatte ja sowieso recht, immer.
Konfirmanten-Vorunterricht, Jungenschar, Freizeiten, Zelten, Konfirmanten-Unterricht, lernen, keine Fragen, glauben, was man hoert.
Friede , Freude, Eierkuchen.
In einem Zeltlager wurde ich seitens eines etwas aelteren Freundes mit dem Buch konfrontiert - Keller, Und die Biebel hat doch recht.
Mein erster Gedanke war natuerlich : " Klar, wie auch nicht, es steht doch in der Bibel"
Etwas spaeter fragte ich mich dann, ob es denn auch anders sein koennte?
Und die Leserei begann, auch Diskussionen, gerade Einstein trat in unser Leben, Universum, und wieder kam die Schoepfungsgeschichte ins Spiel.
Riesige Entfernungen, Alter der Erde, des Weltall, pulsierendes Weltall und auch die Frage: Hat Gott auch das alles geschaffen?
Dann kam der Ausbildungs-Prozess nach der Konfirmation, ich war ja jetzt ein fast Mann, Man ging aus, in die Kneipe, spielte Skat, trank Bier, schielte nach den Maedchen, und die Kirche vergass man, ein notwendiges Uebel.
Hochzeit , Taufe, Kirchensteuer bezahlen und nur die Alten waren Sonntags in der Kirche.
Doch ich war ein guter Christ, zahlte ja die Kirchensteuer und spendete auch hin und wieder.
Dann, langsam auf die 50 Jahre zugehend, kam dann die Midlife- Crisis. und ich hatte Angst, was versaeumt zu haben.
Ich ging nach Sued-Amerika, ging den Weg vieler Deutscher und verlor alles.
Seltsamerweise, auch in der Zeit, da ich auf der Strasse schlief, besass ich immer eine Bibel und fing zum ersten mal im Leben an, in der Bibel zu lesen, richtig zu lesen, nicht nur den und den Vers.
Und langsam, aber sicher fand ich Gott und ich fragte mich, was wir damals in der Kirche gemacht haben.
Es wird fortgesetzt und jetzt bitte ich, mich mit Beitraegen und Fragen zu bombadieren, ich werde versuchen zu beweisen, dass die Kirchen, nicht alle , aber doch viele, dem Teufel dienen, doch sehr langsam, aber hoffentlich gut fundiert. Generalservice.Paraguay@gmail.com
Hans Stueckrath

Paraguay, im April 2010